von Anna-Lena Dietrich

Kaiserwetter bietet 1.000 Startern beste Bedingungen zum 46. Finnelauf

Strahlender Sonnenschein, angenehme Temperaturen und eine hervorragende Organisation vom Shuttle-Service der Park & Ride-Plätze bis zur Betreuung vor, während und nach des Laufs: Die 46. Auflage des Finnelaufs bot den rund 1.000 Aktiven in diesem Jahr abermals beste Voraussetzungen für sportliche Höchstleistungen. Mehr als 3.000 Besucher zählte der beliebte Volkslauf auf der Finne, rund 150 Helfer sorgten vor und hinter den Kulissen für einen reibungslosen Ablauf.

Beim Schulpokal hat erneut Eckartsberga die Nase vorn

Fest zum Programm gehört seit vielen Jahren der Schulpokal – und um es gleich vorwegzunehmen: Auch in diesem Jahr hatte Dauersieger Eckartsberga die Nase vorn. Die Grundschule um Sportlehrerin Maibaum setzte sich mit der ersten Mannschaft in einer fantastischen Zeit von 20:08 Minuten gegen ihre zehn Konkurrenzen durch und konnte damit den begehrten Wanderpokal mit nach Hause nehmen. Lautstark angefeuert von Fans, Eltern, Großeltern und Klassenkameraden erkämpften sich die erste Mannschaft der Grundschule aus Laucha in einer Zeit von 20:26 Minuten den zweiten Platz und das zweite Team der Grundschule Eckartsberga den dritten Podestplatz (20:44 Minuten).

Während sich die Erstplatzierten neben dem Wanderpokal der Verbandsgemeinde An der Finne –überreicht vom amtierenden VG-Bürgermeister Andreas Riedel – über eine Alpaka-Wanderung als Preis freuen konnten, erhielten die Zweit- und Drittplatzierten jeweils Freikarten für das Sungolf in Eckartsberga. Doch leer ging niemand aus: Neben verschiedenen Teampreisen bekam jeder Staffelläufer eine Freikarte für das Waldschwimmbad Bad Bibra.

Mehr als 1.000 Läuferinnen und Läufer auf den Strecken

Mit rund 1.000 Teilnehmern war die Beteiligung am diesjährigen Volkslauf ähnlich hoch wie in den Vorjahren. Das größte Teilnehmerfeld verzeichnete die 2-km-Distanz mit 243 Starterinnen und Startern, gefolgt von der 6km-Strecke mit 229 Aktiven. Auf letzterer erreicht nach 22:24 Minuten Stefan Thiel vom SV Sömmerda als schnellster Mann das Ziel, schnellste Frau war Lisa Jäsert aus Kölleda mit einer Zeit von 24:38 Minuten.

An die 12.5 km wagten sich indes 114 Aktive, von denen Patrick Latki vom LAV Halensia als Erster in einer Zeit von 48:24 Minuten die Ziellinie überquerte. Bei den Frauen setzte sich Mandy Kühn von der LG Rudelsburg Bad Kösen mit einer Zeit von 59:55 Minuten an die Spitze.

Schnellster Halbmarathoni mit einer Zeit von 01:25:22 war Jens Sperlich von der LG Rudelsburg Bad Kösen.

Lisa Lange vom SV Blau Weiß Zorbau setzte sich bei den Frauen durch und gewann den Halbmarathon mit einer Zeit von 01:46:22. Insgesamt gingen auf dieser Distanz 54 Läuferinnen und Läufer an den Start.

Beliebt sind neben den traditionellen Laufstrecken auch die Nordic-Walking-Angebote durch den Rastenberger Forst. 44 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen die 6 km in Angriff: Am Ende konnte Michaela Schrimpf bei den Frauen (48:43 Minuten) und Werner Zabczyk bei den Männern (51:50 Minuten) den ersten Platz für sich verbuchen. Bei den 11,5 km standen nach 01:22:21 Reiner Gorges als schnellster Mann und Romy Schulze als schnellste Frau auf dem Siegertreppchen (01:23:38).

Ganz schön beeilen musste sich zum diesjährigen Bambinilauf auch Meister Fuchs – in dessen Kostüm Felix Dreisow geschlüpft war. Gleich 76 Jungläufer hatten sich vorgenommen, ihn noch vor der Ziellinie ein- und damit zu überholen. Nur mit minimalem Vorsprung vor dem schnellsten Jungen Emil Ehrhardt (M7 in 1:36 Minuten) und dem schnellsten Mädchen Lina Schmidt (W7 in 1:49 Minute) schaffte es der Fuchs noch über die rettende Ziellinie.

Viele verweilen bis zum Nachmittag auf dem Sportplatz

Abermals bot das großzügige Rahmenprogramm den Läufern selbst, aber auch den mitgereisten Fans allerhand Unterhaltung und schöne Stunden auf demTauhardter Sportplatz: Ob sich die Kleinsten beim Kinderschminken in bunte Schmetterlinge, Wale oder Feen verwandelten oder sich beim Basteln manch kreatives Andenken mit nach Hause nahmen, auch die Volksbank hatte mit ihren kunterbunten Luftballons ins Schwarze getroffen und ließ (nicht nur) Kinderherzen höherschlagen.

Das Herz manches Kuchenliebhabers schlug angesichts der unzähligen Bleche mit Köstlichkeiten sicher auch einige Takte schneller: Die Kuchenfrauen machten ihrem Namen erneut alle Ehren und beeindruckten mit Klassikern ebenso wie mit ausgefallenen Sorten. Doch es war auch für all jene gesorgt, die es deftiger mögen: Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Lossa hatten Erbsensuppe und Nudeln aus der Feldküche im Angebot, gleich nebenan lockten Grillgut und Currywurst manch hungrigen Läufer in die lange Schlange.

Dass der Finnelauf stets mit guter Organisation und viel Liebe zum Detail – ob Gepäckaufbewahrung, Shuttle-Service, Duschen, Nachmeldungen und Laufshirts für alle Finisher – überzeugt, verdanken wir zahlreichen Sponsoren und Helfern: Neben Institutionen und Verwaltungen wie der VG An der Finne, dem Thüringer Forstamt Bad Berka oder dem Burgenlandkreis natürlich auch den Mitgliedern der Blaulicht-Organisationen wie Freiwilligen Feuerwehren und Rettungsdiensten. Nicht zuletzt sorgten aber unsere 158 freiwilligen Helferinnen und Helfer mit einem Lächeln auf den Lippen und freundlichen Hinweisen dafür, dass sich alle bei uns wohlfühlen.

Wir danken ganz herzlich allen, die den Finnelauf auch im 46. Jahr seines Bestehens zu dem gemacht haben, was er ist: Ein Laufevent mit höchstem Qualitätsanspruch und gleichzeitig familiärer Atmosphäre.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen am 24. April 2027, wenn der Startschuss für den 47. Finnelauf fällt!